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Gärtnern ist eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der modernen Gesellschaft. Nirgends lässt sich einfacher die Nähe zur Natur erfahren.
Erstmals unternimmt nun eine Ausstellung
eine ausgedehnte Wanderung durch den Garten in der Kunst vom Beginn
der Klassischen Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart. Sie vereint
200 Werke von 106 internationalen Künstlern aus den Bereichen Malerei,
Skulptur, Fotografie, Videokunst und Installation zu einem
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Jennifer Steinkamp, Florence Nightingale, 2007, Videoinstallation
Courtesy Jennifer Steinkamp und Lehmann Maupin Gallery New York
Claude Monet, Die japanische Brücke, ca. 1918-24, Öl auf Leinwand
Carl Larsson, Karin vid stranden, 1908, Aquarell
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repräsentativen Überblick. Unter den Künstlern finden sich ebenso
berühmte Klassiker wie Paul Cézanne, Claude Monet, Max Liebermann oder
Paul Klee wie auch Künstler jüngerer Generationen wie David Hockney,
Fischli & Weiss, Lee Friedlander oder Stan Douglas. Ein Garten ist mehr
als eine gebrauchsfähige Grün- oder Zierfläche. Er ist Ausdruck der
großen Sehnsucht nach jenem einen mystischen Garten Eden, in dem sich
die Natur und der Mensch in Harmonie zusammenfinden. Der Garten ist
eine Zwischenwelt, weder gänzlich weltlicher noch göttlicher Natur.
Dabei ist er ein Paradox par excellence, denn er ist zugleich
natürlich und künstlich, idyllisch und utopisch, göttlich und irdisch.
In gleichem Maße, wie die Wirklichkeit immer mehr durch virtuelle
Scheinwelten ersetzt wird, gewinnt der Garten an Bedeutung. Heute ist
er ein aktuelles Zeitgeistthema. Seit jeher haben sich Künstler mit
dem Garten beschäftigt. Ihre Werke verherrlichen und interpretieren
ihn, wollen ihm so nahe wie möglich kommen, ihn hinterfragen,
entschleiern und immer wieder neu erfinden. Angesichts von Klimawandel
und ökologischer Zerstörung ist der Garten am Beginn des 3.
Jahrtausends zu einem Zeitgeistthema geworden. Zahlreiche Künstler
nutzen seinen Modellcharakter um Antworten auf globale Fragen zu
geben; seine Ordnung und scheinbare Natürlichkeit machten ihn
zumindest metaphorisch zu einem Refugium, einem Stück Heimat und einer
besseren Welt. Die Ausstellung stellt in acht Kapiteln Werke aus
unterschiedlichen Zusammenhängen gegenüber. Der Betrachter wird auf
diese Weise motiviert, über historische, geografische und kulturelle
Grenzen hinweg selbst aktiv zu werden und Beziehungen zwischen den
einzelnen Werken zu entdecken. Mit der Eröffnung der Ausstellung
bietet die Kunsthalle Emden ihren Besuchern nach eineinhalbjähriger
Bauzeit neben modernisierten Ausstellungsräumen und verbesserten
Serviceeinrichtungen ein großzügiges Foyer, ein überdachtes Atrium,
eine zum Verweilen einladende Leselounge und einen Bootsanleger.
Herzlich Willkommen! Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft
von Hannelore "Loki" Schmidt.
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